MRT Kontrastmittel

Wann muss ein Kontrastmittel verabreicht werden?

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Für die meisten MRT-Untersuchungen des Herzens ist die Gabe eines speziellen MRT-Kontrastmittels auf Gadoliniumbasis nötig. Diese MRT-Kontrastmittel sind sehr gut verträglich und unterscheiden sich grundsätzlich von Röntgenkontrastmitteln, wie sie z.B. für Herzkatheteruntersuchungen und Computertomographien verwendet werden.

Allergische Reaktionen auf MRT-Kontrastmittel sind äußerst selten und können sich in Hustenreiz und vermehrtem Fluss von Speichel und Nasensekret bis hin zu leichten Hautausschlägen äußern. Ein leichtes Hitzegefühl kann ebenfalls auftreten. Schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zum Auftreten eines allergischen Schocks sind extremst selten. Hierüber gibt es nur Einzelfallberichte in der Literatur, eine schwerwiegende allergische Reaktion wurde von uns bislang nicht beobachtet. Die Untersuchung kann somit auch problemlos bei bekannter Allergie gegenüber herkömmlichen Röntgenkontrastmitteln eingesetzt werden.

MRT-Kontrastmittel sind nicht jodhaltig und haben somit keinen negativen Effekt auf die Schilddrüsenfunktion.

MRT-Kontrastmittel haben keine nierenschädigende Wirkungen, so dass diese Kontrastmittel auch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zum Einsatz kommen können.

Sollte die Nierenfunktion jedoch sehr stark eingeschränkt sein (GFR<30%) bzw. ist der Patient dialysepflichtig, kann die Ausscheidung des Kontrastmittels jedoch stark verzögert sein. In diesem Fall können potenziell schädigende Nebenwirkungen (z.B. nephrogene systemische Fibrose) nicht ausgeschlossen werden. Wir bitten in diesen Fällen um rechtzeitige Information, um die Untersuchung gegebenenfalls ohne Kontrastmittel planen zu können. Bei dialysepflichtigen Patienten sollte eine Dialysebehandlung direkt nach der Untersuchung mit Kontrastmittelgabe erfolgen. Wir verwenden in jedem Fall die am besten verträglichen MRT-Kontrastmittel.

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